Wir sind auf dem Boden der Realität zurückgekommen. Bei unserer Auswärtsniederlage wurden uns klar die Schwächen aufgezeigt.
Angefangen bei mir. Die Marschroute mit 2 festen Verteidigern gegen die starken Stürmer zu agieren und dafür einen Mann mehr im defensiven Mittelfeld aufzubieten schlug fehl. Damit habe ich durch die taktische Marschroute die Mannschaft verunsichert.
Eigentlich kamen wir ganz gut ins Spiel. In den ersten Minuten hatten wir mehr vom Spiel. Doch dann kamen 2 Situationen, die uns aus dem Konzept brachten.
Als erstes spielten wir einen schönen Spielzug. Doch Ian entschied sich beim Überzahlspiel allein zu gehen anstatt den ganz frei stehenden Kiesbye anzuspielen. Das gab Unruhe.
Auf der Gegenseite vertändelte Jannik als fast letzter Mann leichtfertig den Ball und der Stürmer konnte nur noch mit einem taktischen Foul gebremst werden.
Jetzt wurde Flensburg wach und merkte, wie verwundbar wir sind.
Taktische Disziplinlosigkeit und ganz schwaches defensives Verhalten im Mittelfeld sorgten dafür, dass Flensburg das Spiel souverän in den Griff bekam. Das soll natürlich nicht die Klasse von Flensburg schmälern. Das war eine überzeugende Darbietung der Heimmannschaft.
Vorn entpuppte sich unsere hochgelobte Offensive in ein laues Lüftchen. Nicht eine nennenswerte Torchance. Schlimmer für mich war aber, dass man das Gefühl hatte, dass jeder da vorn den Sportplatz als Bühne gesehen hat und mit Eigensinn und Hacke Spitze sich gehörig blamiert hat. Wenn man dann noch Null Körpereinsatz aufbringt, wird man so vorgeführt.
Ich habe mit meiner taktischen Ausrichtung maßgeblich zu dieser Niederlage beigetragen aber bin maßlos vom Einsatz der Truppe enttäuscht.
Aber es bringt nichts zu resignieren. Wir stehen wieder auf und werden uns wieder auf unsere Stärken besinnen. Das haben wir doch in den Spielen davor gezeigt. Die Stärken sind WIR.
